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Die historische Grötzinger Kirche Aus einer der fünf Grötzinger Kapellen ging 1255 die Heilig-Kreuz- Kirche
hervor. 1414 wurde an die Chorturmkirche unter Markgraf Bernhard I ein Ostchor im
frühgotischen Stil angebaut.
Das Langhaus erweiterte man 1425 auf die heutige Breite, 1497 kam der Westturm (48,75 m)
hinzu.
Um das bis zu 22 Grad gedrehte Kirchturmdach (19,60 m) rankt sich die Sage, wonach der
neidische Teufel es nicht auszureißen, sondern nur zu verdrehen vermochte. Vermutlich war
die Drehung vom Zimmermann so gewollt. Ein alter Stich der Weißenburger Kirche
zeigt ein ganz ähnliches Dach. Bemerkenswert ist auch das spätgotische Kruzifix am Altar
(1510), das aus der Ulmer Schule stammt! Bei der Renovierung 1976/77 wurden im Chorbogen
Fresken aus dem Jahr 1425 freigelegt (Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen).
Seit 1990 ist - nach einer Spendenaktion der Heimatfreunde Grötzingen e.V. das
vierstimmige Geläut wieder um die Heimatglocke vervollständigt.
Um die älteste und größte der Glocken, die sogar Silber enthalten soll, und 1621 in
Durlach gegossen wurde (1350 kg), rankt sich die Sage, der Grötzingen seinen Übernamen
verdankt.
An die Grötzinger Maler erinnert auch das große Luthergemälde von August Rumm. Seit
1998 besitzt die Kirchengemeinde das ergreifende Gemälde "ecclesia, quo vadis?"
von Helmut Lingg, ein großzügiges Vermächtnis des Künstlers.
Weitere Auskunft erteilt das ev. Pfarramt
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