Grötzingen - Geschichte kurz gefaßt III
Im Napoleonischen Krieg wurde das Grötzinger Schloß zum
Lazarett. 1806 lag die französische Garde im Dorf. Kriegsabgaben belasteten die Menschen.
Danach führten Missernten zu Krankheiten und Armut. Die Revolution von 1848/49 wollte mit
ihren demokratischen Ideen Änderungen bewirken. Aus dieser Stimmung heraus wurde der
älteste Grötzinger Verein, der Gesangverein Eintracht gegründet.Von der Niederschlagung
der Revolution zeugt bei der evangelischen Kirche das Preußengrab.
Nach dem Deutsch - Französischen Krieg 1870/71 wandelte sich das Bauerndorf immer mehr zu
einer "Arbeiterwohngemeinde" (Dr. Asche) in der die Landwirtschaft die Rolle des
Nebenerwerbs spielte.
1874 war die Freiwillige Feuerwehr gegründet worden. Verbesserte Verkehrsverhältnisse
(Bahn /Straße) brachten bessere Verbindungen zu der nahen
Großstadt Karlsruhe. Industrie siedelte sich an. Da legte der Erste Weltkrieg der
Bevölkerung wieder schwere Lasten auf und forderte große Menschenopfer. Noch
verheerender wirkten sich das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg aus. Die Jüdische
Gemeinde Grötzingen wurde vernichtet, das Dorf war - nach der Bombennacht vom 24. auf 25.
April 1944 zu 24% kriegsgeschädigt.
In der Nachkriegszeit entwickelte sich Grötzingen zu einer blühenden Gemeinde und wurde
1974 ein ebensolcher Stadtteil Karlsruhes.
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