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© Anneliese Kniss

Schloss Augustenburg

Das Schloss Augustenburg geht auf ein altes Pfründhaus zurück, das Markgraf Christoph I (1475 - 1527) erwarb und umbaute. Markgraf Karl II erweiterte es um die beiden Türme und Seitenflügel.

Nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg residierte 1698 hier der badische Markgraf ein Jahr lang, da alle anderen Schlösser zerstört waren. Markgraf Friedrich Magnus (1677 - 1709) vermachte das Schloß  seiner Frau, Markgräfin Augusta Maria. Die wohltätige Markgräfin verbrachte hier ihren Lebensabend, wo sie auch - während eines Gottesdienstes in der Kapelle - starb. Nach ihrem Tod ( 6. Juni 1728 ) begann der Niedergang der Anlage. Geräte wurden eingestellt, Landarbeiter und Schäfer wohnten darin, während der Napoleonischen Kriegen war es Lazarett.

1891 erwarb der Kunstmaler Otto Fikentscher das idyllisch alternde Schloß, es wurde dadurch zum Mittelpunkt der Grötzinger Malerkolonie. Dieser Umstand und das Wirken der Maler und Malerinnen brachten dem Dorf den Beinamen ,,Badisches Malerdorf" ein.

Während des Zweiten Weltkrieges waren Kriegsgefangene und Zwangsarbeiterinnen in den Gebäuden untergebracht, danach Heimatvertriebene und Flüchtlinge.

Die Absicht, das Schloß abzureißen, löste eine Gegenbewegung aus. 1963 erwarb das Land Baden-Württemberg die gesamte Anlage. Die endgültige Rettung ist aber erst 1972 gelungen, als private Investoren gewonnen werden konnten. Der damalige Bürgermeister Herbert Schweizer erhielt in der Folge zahlreiche Dankschreiben auch hoher Behörden.

Text: G. Schwander